Montag, 5. November 2007

Ein neues hotel – ein neues abenteuer, diesmal im touareg hotel

Neu heißt in dem fall aber nicht neu im sinne des gegenteiles von alt, sondern einfach ein anderes. Diesmal heißt unsere absteige hotel touareg in douz. Im umkreis von 50 km gibt’s hier nicht viel auswahl, das hotel wird somit von busladungen von touristen zugefüllt. Man siehts in der empfangshalle, merkt’s aber auch gleich am zimmer wenn man duschen möchte, die therme für den 4-personen-haushalt schafft es nicht, die gäste mit warmen wasser zu versorgen. Und wenn dann nach ankunft alle gleichzeitig duschen möchten, kann schon mal das wasser nur mehr in tropfenform fließen. Selbst 3 stunden später, das wasser rann wieder flüssiger, war keine wärme aus dem rohr zu bekommen. Der nette warnhinweis unseres in allen lebens- und reiselagen umsichtigen reiseleiters, „bitte immer eine hand am kaltwasserhahn, da kommt das wasser manchmal kurzfristig sehr heiß aus der brause“ entpuppte sich als –wohlgemeinter, aber an der quantitativen realität vorbeigehender – warnhinweis, dessen gültigkeit sich auf die belegung des hotels mit max. 20 gästen bezog ;-)

Abendessen gabs im vollbelegten, nett aussehenden speisesaal, von touristen, die sich alle nach einem sehnten – hoffentlich gibt’s warmes wasser nach dem abendessen. aber da beißt sich die katze in den schanz, denn wenn wieder alle nach dem essen gleichzeitig duschen, dann ….. details siehe oben.

Genau das trat dann ein ;-) also ungeduscht, und nur gewaschen ins bett, hoffend der lärmpegel möge sich angesichts fehlender schallisolierung in grenzen halten. Übrigens die nachbarn sind ziemlich verkühlt, das hört man ;-)

Tag 5: weckruf ist nicht gleich aufstehen

Weckruf war um 0700 uhr geplant, also vielleicht doch etwas länger schlaf.
Die horden von touristen beim abendessen und die vielen busse im hotelsbereich ließen aber böses befürchten, da sind sicher frühaufsteher dabei, von der type ‚wir gucken uns den sonnenaufang in der wüste an und müssen deshalb ganz zeitig aufstehen. Tatsächlich ab 5 uhr morgns rumorte es gewaltig im hotel. Normalerweise verhält sich ein durschnittsintelligenter mitteleuropäischer tourist dann halt etwas leiser beim aufstehen, beim verlassen des zimmers, beim gehen am gang, aber diese typen waren anders. Die tür wurde zugeknallt, auf dass das seismologische institut in tunis ein erdbeben der stärke 4 messen konnte, am gang wurde gepfiffen, war ja ein lustiger morgen, und mitreisende lautstark und freudig begrüsst. Die noch schlafen wollenden waren begeistert ob der kommunikationsliebe in dieser reisegruppe, unfreundlicher ausgedrückt, es gibt touristen, die über das hausmeisterniveau selbst im ausland nicht hinauskommen. Ab 6 uhr konnten wir dann noch eine runde schlafen und ab 7 uhr ging unser tag los.

markt in douz: WWF, die lokalen nomaden und touristen


Höhepunkt des heutigen tages war der besuch des lokalen wochen- und tiermarktes in douz [clip]. Tiere auf engstem raum, dromedare auf kleinlastkraftwagen [clip], küken in engsten schachteln zusammengepfercht, jede menge ziegen und schafe [clip], die alle an allen möglichen und unmöglichen stellen begrapscht und abgegriffen wurden.
Das gedränge war enorm, die paar ausländer die sich da
zwischen bewegten wurden gar nicht wahrgenommen.
Echte dromedarherden sahen wir dann auf dem weg nach matmata [clip], wo eine herde, begleitet von zwei hirten neben der straße die flächen abweidete (siehe bild oben).

In einem größeren innenhof war der wochenmarkt in douz, mit waren aller art, von gewürzen über stoffe bis ghetto-blaster, alles was das herz begehrt [clip], inklusive solarwarmwasseraufbereitungsanlage (kurzes wort, isn’t it?).


der blick hinter die kulissen aber zeigte, dass auch douz sich nicht der globalisierung verschließen kann, viele der stofflichen waren werden aus sri lanka importiert, die schachteln liegen hinter dem verkaufsstand.

Die mareth-linie – etwas für hardcore historiker

Im zweiten weltkrieg gab es eine stark befestigte verteidigungslinie, die bei mareth parallel zu einem flussbett lag. Heute sind nur mehr vereinzelt bunkeranlagen zu sehen, das militär hat dort einen kleinen ausstellungsraum, in dem auf die schlachten in nordafrika hingwiesen wird. Es gibt auch einen kurzen video zum geschehen in dem der afrikafeldzug der deutschen und sein fatales, den weltkriegsausgang voherbestimmendes scheitern, bildlich und textlich dokumentiert wird. Anschließend 3 kleine bunkeranlagen, die als solche zwar zu erkennen sind, aber aufgrund der kleinheit und des nicht-innen-ausgestattetseins sich nicht wirklich authentisch darstellen. Der offizier freute sich aber über unser erscheinen und die möglichkeit, sein deutsch weiter aufzupolieren.

Matmata: ökologisches wohnen mit erdwärme – kein umweltschmäh - und STAR WARS

- oder doch nur zum schein, damit touristen kommen und bakschisch geben, und am abend schlafen sie alle in normalen häusern?

Da die gegend hier in 8-9 monaten im jahr unerträglich heiß ist, haben sich generationen von bewohnern gedanken gemacht, sich das leben in diesem glutofen zu erleichtern. Eine idee, sich gruben sich in der erde ein.

Das ging so:
zuerste wurde ein ca. 8x8 breiter und 10 meter tiefer schacht vom obigen teil eines erdhügels [clip1] [clip2] nach unten aus dem weichen lehmboden ausgegraben.
Von dort aus wurden dann in den boden hinein räume angelegt, wohne-, ess-, schlaf-, kinderzimmer, auch eine küche.
Als letztes grub man sich dann parallel au
s dem erdhaufen nach außen, um ebenerdig in den schachtbau hineingehen zu können [clip].
Vorteil des systems, da den meisten tag über im schatten, war das ganze auch in heiße
n zeiten kühl und somit erträglich.
Staubig ist’s schon auch, zumindest sahen wir das als europäer mit staubsaugern und zewa-wisch-und-weg tüchern zuhause.
Gegen bakschisch durften wir die erdwohnung besichtigen, es gab frisch gemachtes brot aus frisch gemachtem mehl [clip] (*), richtig frisch, ein teil war verbrannt, und olivenöl.
Tee und kaffe lehnten wir dankenswerterweise ab. Es gab auch einen zweiten stock, der aber nur per seil an der wand hinauf zu besteigen ist.

Eine 70-jährige rüstigste mitreisende zeigte es den
lahmärschigen 50+ leuten vor wo der bartl den most holt, und im nu war sie oben [ c l i p ] und auch wieder locker herunten – respekt, wie mein freund ali g. sagen würde ;-)


(*)Dabei fiel mir die geschichte von dr. perne von den römern ein, die ihr mehl mit steinmühlen mahlten und im lauf der jahre durch die im mehl befindlichen steinchen sich ihre zähne immer mehr abrieben, und schließlich mit dem kiefer kauten. Das soll angeblich nicht wehgetan haben, da sich ja das kiefer und die nerven angesichts des lange-dauernden abschleifvorganges an das gewöhnten. Vorteil, man ersparte sich die teuren zahnarztkosten, nachteil, man schaute wahrscheinlich ulkig aus mit null zähnen und abgeriebenem rest-kiefer.

Tunesische a-la-carte mittagsrast

Dr. perne unser reiseleiter hatte besonderes für unser mittagessen vor:
an einem der vielen 'restaurants' entlang der straße stehenzubleiben und dor zu mittag zu essen. Klingt einfach, ist es aber nicht.
Wir stoppten also beim einem dieser restaurants, übrigens stehen dann meiste gleich 3-4 beidseitig der straße und buhlen um die gäste, nicht gerade dass sie sich auf die straße werfen, um gäste zum stehenbleiben zu überreden. alles in alle
m auch eine leichte staub- und abgaswolke im raum und ums fleisch ;-)

Man geht also hin und da hängt ein schaf im tunesischen kühlschrank.
Noch nie gehört ? es soll ja auch exzellente verkäufer geben die kühlschränke an iglu-besitzer hoch im norden verkaufen. Also zum thema zurück – tunesischer kühlschrank, das geht so.
man nehme ein schaf, schlachte und häute es, dann hänge man des schaf vor dem lokal auf eine stange, ummantle es wieder mit dem vorher abgezogenen fell [clip], auf dass es küh
l und staubfrei bleibe und die fliegen nicht alle aufs fleisch können und harre auf potentielle gäste.
Also gut, wir war
en solche.
Man geht also zu kühlschrank hin, dem tunesischen, versteht sich – übrigens auf der vis-a-vis seite im restaurant hing das so gekühlte schaf die ganze zeit in der prallen sonne, wahrscheinlich den ganzen tag, bis sich wer findet das alles zu essen – und teilt dem kellner/fleischhacker, was auch immer, mit, welche teile man in welcher menge haben möchte.
Der gibt das fleisch dann auf einen umweltfreundlichen
hackstock,wiederverwertbar, versteht sich, aus holz, solche wie wir zum holzhacken verwenden, und hackt das lamm [clip], meist knochen mit fleisch herum in kleine stücke.

Dabei fiel mir die geschichte von dr. perne von den römern ein, die ihr mehl mit steinmühlen mahlten und im lauf der jahre durch die im mehl befindlichen steinchen sich ihre zähne immer mehr abrieben, und schließlich mit dem kiefer kauten.
Das soll angeblich nicht wehgetan haben, da sich ja das kiefer und die nerven angesichts des lange-dauernden abschleifvorganges an das gewöhnten.
Vorteil, man ersparte sich die teuren zahnarztkosten, nachteil, man schaute wahrscheinlich ulkig aus mit null zähnen und abgeriebenem rest-kiefer.

Retour zur geschichte, bei uns bestand diese gefahr nicht, wohl aber , sich einen schiefer vom hackstock und dem darauf gehackten lammfleisch einzuziehen – kunde davon ereilte mein ohr aber nicht, somit musste alles einstichfrei verlaufen sein.

Zurück zur chronologie.
Während nun der meister des hackstockes das fleisch in kleinste stücke zerhackt hatte, hatten zwei küchenjungen entlang straße den griller angeworfen, d.h kohle angefacht und mit viel wedeln, des sauerstoffes wegen, eine richtige glut gemacht.
Auf den darüberliegenden rost, seine farbe ließ erahnen, dass herden von schafen über seine stäbe gegangen sind, wurden die kleinen stücke dann verteilt, gegrillt [clip], manche bis sie schwarz waren, und dann den gästen ein paar meter daneben, in der - gott sei dank, der wind war uns gnädig - windabge
wandten und damit rauchfreien grillzone serviert. Dazu gabs oliven, saucen und anderes einheimische zeug, inklusive brot, wasser und cola.

Alles in allem ein authentisches mittagsmahl, sozusagen ein tunesischer mcdonalds drive-through, man bestellt am schalter und bekommt dann einige meter weiter sein essen, und das ohne umweltverschutzungen durch auspuffgase.

Na gut, geraucht hat’s teilweise schon furchterregend, nicht-einheimische hätten da schon bald die feuerwehr gerufen.

Tanken aus dem kanister – gadaffi lässt grüßen

Entlang der straße tauchten immer mehr so stände auf, die riesige mengen an kanistern mit uns vorerst unbekannten flüssigkeiten zu enthalten schienen.
Es stellte sich heraus, da ist überall 105-oktan super drinnen. Weshalb? Einfach.
Die straße auf der wir uns bewegten war die hauptverkehrsstraße zum nahen libyen, wo auch benzin in riesen tankwägen transportiert wird. Und die mär besagt, die libyschen tankwagenfahrer machen sich ein körberlgeld und verkaufen kleiner mengen, was ist schon klein im bezug zum ihnalt eines tanklastwagens, an diese kleinen händler, die den sprit dann um ca. 30 cent pro liter, natürlich gefiltert mit strumpf oder ähnlichen, in die tankstutzen tankwilliger tunesier einfüllen.

Somit war auch das geheimnis der vielen kanister geklärt.

medenine: touristen und touristen – ist da ein unterschied?

In grauen vorzeiten hatten sich die beduinen, um dinge die sie nicht immer auf ihren zügen durch die wüste brauchten, sogenannte ghorfas, speicherburgen, angelegt, in dem all diese dinge bis zur rückkehr gelagert wurden.
Damit die aber nicht so einfach abhanden kommen – wir alle kennen die geschichten, wo man etwas vergisst, und plötzlich meint der finder, das gehöre ihm – wurden die auch befestigt, und ältere männer, sowie frauen und kinder zurückgelassen.
Es soll in medenine ca 6.000 solcher ghorfas gegeben haben, heute gibt’s nur mehr eine. Und die räuber sind nicht draußen sondern
drinnen, die souvenirhändler, die sich in den ehemaligen lagerräumen niedergelassen haben. Und potentielle kunden gibt es genügend, das meer und seine bettenburgen sind nicht weit, eintägige touren werden angeboten, damit die touristen aus den hotelburgenghettos herauskommen und ‚authentisch tunesisches’ zu sehen bekommen.
Man karrt sie dann in großen mengen nach medenine, in den ghorfas, und wirft sie den händlern vor [clip].
Und raus gehen legionen von plastiksackerln, voll mit nützlichen dingen des lebens, die, wie sich aber dann bald herausstellt, nicht wirklich jemand braucht und somit ebendiese baldigst zuhause im müll oder sonstwo, vielleicht als weihnachtsgeschenk für ungeliebte verwandte und bekannte, verschwinden, devise ‚ich war in tunesien und hab dabie an dich gedacht und dir das…… mitgeracht.“

Die hotelburgentouristen erkennt man von weitem, er in bermuda und knappen t-shirt, aus dem der bierbauch rausschaut, wenn's hart hergeht, ist das t-shirt auch schon mal ein unterleibchen – ja die temperaturen sind auch um die zeit im jahr ziemlich angenehm.
Sie hineingezwängt in eine cornettoähnliche kurze abgeschnittene jeans, die oberweite lässig ohne stützendes beiwerk bis zum nabel durchschwingend, schulterfreies leibchen, versteht sich – und all das zum ergötzen der einheimischen;
zur erinnerung, man befindet sich in einem islamischn land, wo gott sei dank fundamentalismus nicht großgeschrieben wird, aber doch auch von touristen einiges an kleiderlichem respekt erwartet wird.

Das sind auch dann jene netten mitbewohnern in den hotels, die wenn sie frühmorgens um 5 uhr aufstehen müssen, auch entsprechend krach machen und ….. (siehe beitrag „weckruf ist nicht gleich aufstehen“).

Unser ursprünglich für 30 minuten angesetzte aufenthalt im ghorfas wurde auf einhelliges bitten aller teilnehmer auf 15 minuten limitiert – wir verließen fluchtartig die ghorfas, hausmeister und co.

Gabes – na ja, das hätten wir uns sparen können

Gabes, eine küstenoase, und sein markt waren uns nächstes ziel.
In kürze: wir kamen gegen 1730 uhr dort an, es war bereits zum finster werden, viele der geschäfte waren am zusperren, von märkten hatten wir an dem tag genug, in summe: das könnte man streichen, oder andere dinge, die vielleicht in der nähe oder in der stadt sehenswert sind besuchen.

Nett war die noch kurz besuchte moschee, deren innenhof wir besichtigten, und von außen einen blick ins innere werfen konnten. Hineingehen war für ungläubige wie uns nicht möglich, darüber wachte auch ein zerberus, der gemütlich auf teppichen sitzend-liegend eintretende auf deren legitimation überprüfte. Wir sahen definitiv nicht wie eintrittsberechtigte aus.

Matmata – schlafen in einer wohnhöhle – das diar el barbar

Die zimmer im hotel diar el barbar in matmata sind wie wohnhöhlen angelegt.
Man tritt in einen kleinen vorraum ein, gleich links ist das WC und bad, und gerade aus, achtung kopf, der niedrige eingang ins fensterlose schlafzimmer, mit weißgetünchten wänden [clip].

In einer kleinen nische an der seite gibt’s auch noch ein
‚kinderbett’. Alles in allem macht das ganze, vorerst nur in der finsternis, bei tageslicht haben's wir noch nicht gesehen, einen ganz tollen eindruck [clip].
Auch der speisesaal ist der schönste, den wir bis jetzt hatten, auch essen war bemüht.

Schlaf hoffen wir auch bald zu finden, morgen heißt’s um 0530 weckruf, was hoffentlich in dem fall gleichbedeutend mit aufstehen ist.
Wir nehmen aber an dass niemand im hotel noch früher aufstehen wird, somit sollte also schlaf bis zum limit möglich sein.

6. tag: lamm, what comes in must go out….

Die nacht im hotel in matmarta, im diar el barbar, in der höhlenwohnung, war ruhig und ohne stress – bis zum frühstück um 6 uhr morgens. Dort stellte sich heraus dass 2 teilnehmer eine unruhige nacht hatten, die sie sitzend am komfortablen klo verbrachten.
Erste vermutungen tauchten auf,
das lamm am hackstock zerteilt vom vortag sei schuld am flüssigen geschehen, andererseits hatte die zweite angeschlagene mitreisende ebensolches nicht gegesessen.
In jedem fall, immodium schlug zu und das problem war aus der welt geschafft. Die ‚koffe-in und koffe-out’ stopps waren quantitativ nicht von den anderer tage zu unterscheiden.

ps: dass wohnen in 'erdhöhlen' durchaus gefährlich sein kann, zeigt ein vorfall in einem anderen zimmer, wo in der nacht die deckenbeleuchtung im bad mit einem großen knall auf den boden krachte !

Messerstecherei verhindert, kurzfristiger aufruhr

Erste station unserer tagesreise war die stadt sfax mit ihrer medina und den vielen engen gässchen mit diversesten geschäften [clip]. Das gedränge und geschiebe war enorm, und wir, inklusive myriaden von fliegen bei den lebensmitteln, inklusive fleisch, das offen heraußen hängt, mitten drin.
Positiv in tunesien, die verkäufer sind nicht aufdringlich noch aggressiv beim anpreisen ihrer ware, wenn man ‚danke’ auf ihr
angebot sagt und höflich grüßt, lassen sie einen in ruhe.
Um das minarett der bab diwan moschee zu sehen, mussten wir an einer der wohl belebtesten kreuzungen der engen gassen kurz stehenbleiben um den turm zu besichtigen und abzulichten. An der ecke war ein stand der viel kleinzeug verkaufte und offen
liegen hatte, die leute gingen keine 2 cm an der ware vorbei, so eng war das.
Plötzlich geschrei, geschiebe, gerangel von einheimischen, wir 3 meter weg, ein 10-cm-klinge-messer am boden, ein jugendlicher hatte offensichtlich zugegriffen und wollte sich mit dem diebesgut aus
dem staub machen. Der verkäufer hatte im nu das lange messer in der hand, das ihm aber dann doch von umstehenden aus der hand gerissen wurde, und somit auf dem boden landete.
Der dieb
schaffte es unblutigst zu entkommen.
Wir zogen weiter an anderen ständen im dichten gedränge vorbei, dazwischen dann auch noch keine wägelchen auf denen waren gezogen wurden [clip], ein richtiges durcheinander, zurück zum bus, wo die müden wägelchen-fahrer sich ausruhten.

El djem – ‚zwei theater in einem’ = amphitheater

Mit 35.000 leuten fassungsraum [clip] haben sich die römer hier wohl übernommen, mitten im nirwana der damaligen zeit ein derartiges bauwerk [clip]hinzustellen war, was die auslastung anbetrifft, mutig. Mehr als halbvoll oder –leer wird das wohl nie gewesen sein.
Das wetter war irgendwie d
urchwachsen, in der sonne ziemlich warm, im schatten windig, da kühl.
Das t
heater ist was die außenmauern betrifft gut erhalten, auch die katakomben unter der arena – um dem kulturauftrag für blogleser nachzukommen, arena = sand – waren zu besichtigen.
Eine umrundung des amphitheaters beendete diesen teil des sightseeings, nicht ohne dabei an vielen, vielen ständen vorbeizugehen, und, von vielen, vielen verkäufern als potentielle kunden gesehen, angesprochen zu werden.
Wir hatten aber schon übung, freundlich bleibend
nein sagen hilft immer, und der verkäufer hat auch seine freude, weil er wieder in verschiedensten sprachen sein angebot darlegen konnte – man weiß ja nicht wenn da zwei auf einen zukommen, wo die her sind.
Was wir meist ENTSCHIEDENST
zurückgewiesen, und als beleidigung empfunden haben, waren fragen wie "aus deutschland?", „sind sie deutsche?“, da war selbst unsere geduld mit den einheimischen erschöpft und wir gingen in dem fall grußlos, verärgert und wortlos weiter ;-)